Warum Cloud Systeme keine gute Wahl sind

Zugegeben ist eine Welt ohne Cloud Systeme heutzutage nicht mehr vorstellbar und sie sind bei vielen Menschen bereits fester Bestandteil des Lebens. Ob in der Office Welt, beim Autofahren oder beim TV schauen – überall stolpern wir bewusst oder unbewusst über Cloud Systeme.

Doch was ist ein Cloud System überhaupt?

Eine Cloud ist im Grunde genommen ein externer Datenspeicher, analog zur heimischen Festplatte, welche man kennt. Anders als die heimische Festplatte befindet sich die Cloud jedoch nicht Zuhause oder im Büro, sondern auf einem Server, welcher mit dem Internet verbunden ist. Somit können sämtliche Daten jederzeit von jedem beliebigen Gerät abgerufen werden. Für Clouds gibt es grundsätzlich vielfältige Anwendungsmöglichkeiten. Eine der häufigsten im Alltag ist vermutlich die eigene Dateiverwaltung, mit welcher man Dokumente, Fotos und Videos zentral bei einem Cloud-Anbieter speichert. Somit spart man Speicherplatz und hat gewünschte Medien dennoch jederzeit griffbereit.

Eine weitere Anwendungsmöglichkeit ist die Nutzung von Apps. Hier sind Cloud-Speicher oft im Hintergrund aktiv, d.h. der Anbieter betreibt eine Cloud, auf welche nur indirekt über Apps/Programme zugegriffen werden kann. Bekannte Beispiele sind hier z.B. die Amazon Alexa oder Google.

Im Folgenden möchten wir euch die Vor- und Nachteile von Cloud Systemen vorstellen. Wir beleuchten diese allerdings ausschließlich hinsichtlich des Smart Home Systems. Bei Smart Home Systemen in der Cloud spricht man übrigens häufig von IOT Geräten. IOT steht hier für „Internet of things“, also „das Internet der Dinge“.

Vorteile der Cloud

  • In der Regel sehr einfache Konfigurationsmöglichkeiten
  • Häufig sehr günstig
  • Einfache Vernetzbarkeit durch Einsatz von Cloudzentralen wie z.B. Amazon Alexa

Nachteile der Cloud:

  • Die Datenspeicher befinden sich häufig im Ausland
  • (Teil-)ausfall von Funktionalitäten, sofern kein Internet vorhanden ist. Hierdurch besteht eine Abhängigkeit vom Internet.
  • Die Datensicherheit ist häufig fraglich und die Unsicherheit besteht, was mit den preisgegebenen Daten passiert
  • Hier gilt allgemein, sofern die Produkte günstig sind, bezahlen wir häufig mit unseren Daten. Das prominenteste Beispiel ist hier vermutlich Social Media.
  • Entscheidet sich der Hersteller zur Abschaltung der Cloud, hat man zu Hause in der Regel Elektronikschrott liegen, welcher leider nicht mehr brauchbar ist. Dies ist u.a. bereits bei der Abschaltung von Conrad Connect sowie dem Verkauf von Nest Labs an Google und der damit zusammenhängenden Funktionseinschränkung der Cloud vorgekommen. Ein weiteres Beispiel ist die Abschaltung der Server von der Firma Insteon über das Osterwochende 2022. Die Kunden hatten hier fortan ein „Dumb Home“ (ein dummes Zuhause), da sämtliche Funktionalitäten verloren gingen. Auch der Anbieter Livisi hat bereits zu Ende 2024 die Einstellung der Server angekündigt, welche auch hier die Einschränkungen der Funktionen nach sich ziehen wird. Dies nur um einige namhafte Beispiele zu nennen.

Fazit:

Unverkennbar ist, dass die Nachteile hier schlichtweg überwiegen und nicht wegzureden sind. Der Friedhof toter oder auch sterbender Smart-Home-Anbieter wird leider immer voller. Und gemein haben sie alle die Abhängigkeit eines Cloud Systems.

Aus diesem Grund arbeiten wir mit unserem Partner Loxone zusammen. Das Loxone Smart Home System arbeitet ohne Cloud und ist somit nicht von Servern abhängig. Eine bestehende Installation ist daher immer voll funktionsfähig, welches für viele Kunden (insbesondere im Gewerbe) eine enorm große Rolle spielt.

Vielfach spielt die Angst der Kunden mit, dass Sprachbefehle und somit Daten mitgehört und ausgewertet werden. So ist es bereits bei Amazon und Apple geschehen. Bei unserem Partner Loxone könnt ihr euch sicher sein, dass eure Daten niemals euer Smart Home oder Büro oder den Ort der Installation verlassen werden.

Wie bereits auch obenstehend schon angemerkt, sind die meisten cloudbasierten Geräte ohne Internet nicht voll funktionsfähig oder nur eingeschränkt nutzbar. Grundvoraussetzung ist hier entsprechend eine stabile Internetverbindung. Dies ist bei dem System von Loxone nicht der Fall. Hier ist die Anmeldung am Miniserver ausreichend und es muss auch kein weiterer Login über das Internet erfolgen. Dies bietet weiterhin den Vorteil, dass euer Login mit den Daten nicht zu einem Angriffspunkt für euch werden kann.

Loxone Miniserver, Hanse Smart

Loxone hebt sich auch dadurch von anderen Systemen wie z.B. Siri, Alexa und IFTTT ab, dass weder eine Auswertung eurer Daten noch ein Abgleich in einer Cloud erfolgt. So können sensible Daten wie z.B. Kamerabilder der Gegensprechanlage, Bewegungen, Status der Alarmanlage nicht nach außen gelangen und bleiben dort, wo sie bleiben sollen – bei euch. Euer Loxone Projekt wird grundsätzlich durch die allgemeine Netzwerksicherheit geschützt. Weiterhin verfügt auch der Miniserver über eigene Sicherheitsmechanismen. Natürlich liegt das Thema auch in Verantwortung des Anwenders, denn unsichere Zugangsdaten können auch immer unsichere persönliche Daten bedeuten. Wir beraten euch in Sachen Sicherheit eures Systems sehr gerne und nehmen euch hierdurch ggf. vorhandene Ängste.

Am Ende müssen wir jedoch zugeben, dass auch wir nicht ganz ohne Internet auskommen. Funktionalitäten wie ein externer Fernzugriff, Spotify Musikstreaming oder Internetradio, Wetterdaten mit Vorhersage funktionieren ohne die Anbindung an das Internet eben leider nicht. Wer diese Funktionalitäten nutzen möchte, sollte auch auf das Internet setzen.

Im Folgenden findet ihr noch zwei Videos zu der Sicherheit bei einem Loxone basiertem System: